· 

10 Tipps für einen ökologisch nachhaltigen Lebensstil

Die Umwelt leidet und das mehr als je zuvor. Der unglaubliche wirtschaftliche Aufschwung und die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, der wachsende Konsum vor allem in den weit entwickelten Staaten Europas und Amerikas sowie der allmähliche Aufstieg der Entwicklungs- und Schwellenländer belasten die Umweltbilanz erheblich. Staubtrockene Böden in ehemaligen Grassteppen, Dürre-Perioden, rasant aussterbende Tierarten und stark verschmutzte Flüsse, Wälder und Meere - die Folgen des Raubbaus an der Natur sind unübersehbar und werden immer heftiger.

 

Doch nachhaltige Lebensführung ist mehr, als im Supermarkt auf eine Plastiktüte zu verzichten und stattdessen den Jutebeutel einzupacken. Ich informieren Sie in diesem Blog über die tiefere Bedeutung von Nachhaltigkeit, was sie umfasst und wie sich das Konzept auf unser Leben auswirkt. Wie können Sie umweltbewusster leben und die Ressourcen schonen? Tipps und Anleitungen dazu erhalten Sie ebenfalls von mir -nun wünschen ich Ihnen eine interessante und aufschlussreiche Lektüre.

 

Schlagwort Nachhaltigkeit – was bedeutet das für unser Leben?

Auf die Grundbedeutung herunter gebrochen bedeutet Nachhaltigkeit, dass Ressourcen schonend verwendet und nie über ein bestimmtes Maß hinaus verbraucht werden. So können die für uns so wichtigen Güter wie Holz, Grundwasser und fruchtbarer Boden sich neu bilden, nachwachsen und wieder gedeihen. Der Kreislauf des Lebens in der gesamten Natur verläuft in diesen Bahnen, so ist ein nachhaltiges Wachstum möglich, ohne die Umwelt zu zerstören.

 

Heute ist diese Balance aus dem Gleichgewicht geraten, weil immer mehr Menschen immer mehr verbrauchen. Rücksichtslose Landwirtschaft, die immer weiter steigende Nachfrage nach Fleisch, verschwenderischer Umgang mit Wasser und die Rodung von riesigen Waldgebieten sind nicht nur Raubbau an unserer Umwelt, sondern auch Gründe für den Klimawandel. Ihr eigenes Leben ökologisch nachhaltig zu gestalten erfordert daher ein Umdenken und konkrete Maßnahmen.

 

Wie können Sie umweltbewusst leben?

 

Nun, da die Bedeutung geklärt ist, geht es um die Umsetzung. Wie können Sie mit konkreten Dingen Ihr Leben so gestalten, dass die Umwelt geschont wird und Sie Ressourcen einsparen? Wie können die Verschmutzung der Natur und die Verschwendung von wertvollen Rohstoffen durch das Handeln einer einzelnen Person eingedämmt werden? Hier finden Sie 10 Tipps, die Ihre Ökobilanz erheblich verbessern und im Alltag praxistauglich sind.

 

1. Plastik: Reduzieren, reduzieren, reduzieren

Bild von Free-Photos auf Pixabay
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Plastik war zu seiner Erfindung am Ende des 19. Jahrhunderts eine echte Innovation: Leicht, relativ widerstandsfähig und bald auch günstig zu produzieren. Heute befindet sich Plastik in allem - und das ist leider nicht untertrieben.

 

Durch die vielen Verpackungen, die fast jeder Mensch nutzt und dann entsorgt, entstehen in den Ozeanen unvorstellbar große Plastik-Teppiche. Darunter stirbt das marine Leben ab, weil kein Sauerstoff mehr durchkommt. Zudem fressen Fische, Robben, Seevögel und Co den gefährlichen Abfall.

  

Verzichten Sie deswegen auf Plastik wo auch immer es geht. Kaufen Sie Linsen, Brot, Obst und Gemüse in Bio-Läden oder sogenannten Unverpackt-Läden. Dorthin können Sie Ihre eigene Verpackung mitbringen und so viel Müll vermeiden. Wenn sich in Ihrer Nähe keiner dieser Geschäfte befindet, können Sie Märkte in der Umgebung besuchen und Ihre Lebensmittel so weit wie möglich von dort beziehen. So essen Sie frisch, regional und in Bio-Qualität - das schmeckt nicht nur Ihnen, sondern auch der Natur.

 

2. Trinken Sie Leitungswasser anstatt abgefülltem Mineralwasser

Bild von Free-Photos auf Pixabay
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Wasser ist das Lebenselixier des ganzen Planeten. Ob Säugetier, Reptil, Fisch oder Vogel - jeder braucht Wasser, um überleben zu können.

 

Dabei ist es bestürzend, dass Wasser eine der meistverschmutzten Ressourcen der Erde ist. Grundwasser, das durch Viehzucht stark belastet ist, Meere, in denen Tonnen von Müll und Mikroplastik ihre Bahnen ziehen und Flüsse, in denen kein Fisch mehr leben kann - das ist die traurige Realität einiger Regionen auf allen Kontinenten.

  

Wenn Sie Leitungswasser zapfen, anstatt Mineralwasser zu kaufen, schonen Sie nicht nur Ihren Geldbeutel und Ihre Muskeln beim Tragen der Einkäufe. Sie sorgen auch für einen deutlich verringerten Plastikkonsum (siehe Punkt 1) und verzichten bewusst auf ein Produkt, das in Sachen Transport und Abfüllung viel Energie verbraucht.

 

Allein um die Plastik- oder Glasflaschen herzustellen, braucht es einige Kilogramm CO2. Leitungswasser ist in Deutschland absolut unbedenklich, hat eine hohe Qualität und schont die Umwelt, weil es weder über lange Strecken transportiert noch verpackt werden muss.

 

3. Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum

Bild von BlackRiv auf Pixabay
Bild von BlackRiv auf Pixabay

Fleisch ist ein beliebtes Lebensmittel bei vielen Menschen. Ob Steak, herzhaftes Gulasch, knusprige Hähnchenflügel oder der klassische Sauerbraten - gerade in Deutschland sind Fleischprodukte ein fester Bestandteil jeder Speisekarte.

 

Dabei ist die Ökobilanz von Fleisch leider gar nicht positiv. Für jedes Kilogramm Rindfleisch, das am Ende auf Ihrem Teller landet, werden rund 35 Kilogramm CO2 fällig. Das beinhaltet das verbrauchte Wasser, den Weideplatz, die Methan-Ausstöße der Tiere und vor allem das Futter. Oft besteht dieses aus Soja, welches in Südamerika angebaut wird und auf gerodetem Regenwald-Boden wächst. Sie sehen: Fleisch ist alles andere als nachhaltig und zerstört sogar Teile der Natur.

  

Verzichten Sie deshalb öfter einmal auf Fleisch und probieren Sie Ersatzprodukte aus. Burger mit Linsen- oder Quinoa-Pattys, Hackfleisch in der Bolognese in Form von Sojaschnetzeln und vegetarische Wurst - alternativ versuchen Sie sich einfach einmal an einem leckeren vegetarischen Auflauf. Viele Fleischgerichte können wunderbar abgewandelt werden, sodass Schnitzel und Co gar nicht wirklich fehlen. Zudem ist Ihr Fleischkonsum oft auch eine Sache der Gewöhnung - bereits von Kindesbeinen an wurden Ihnen wahrscheinlich jeden zweiten Tag Wurst und Co serviert.

 

Geben Sie vegetarischen Gerichten eine Chance, es muss deswegen noch lange nicht jeden Tag Salat oder Tomatensuppe geben. Im Internet geben viele Spitzenköche Rezeptvorschläge für fleischlose Speise ab. Darunter sind echte kulinarische Highlights wie Chili sin Carne, knusprige Falafel-Bällchen, erfrischender Couscous-Minze-Salat oder exotische pikante Saucen.

 

Durch eine Reduzierung Ihres Fleischkonsums machen Sie einen großen Schritt nach vorne in Sachen ökologischer Nachhaltigkeit und sind dazu noch ein Beispiel für andere. Genießen Sie dann guten Gewissens Ihren sonntäglichen Braten, denn er ist nun etwas Besonderes.

 

4. Lassen Sie das Auto stehen - der Umwelt zuliebe

Bild von Free-Photos auf Pixabay
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Abgase und Emissionen sind ein weiterer großer Baustein zum Unglück der Umwelt: Autos, LKWs, Schiffe und Flugzeuge stoßen so viele giftige Abgase aus, dass ganze Großstädte wie Tokio, New York oder Peking regelmäßig Smog-Warnungen herausgeben müssen.

 

Die Abgase verteilen sich in der Luft und gefährden Ihre Lungen- und Atemwege. Setzen Sie ein Zeichen gegen diese enormen Emissionen und verzichten Sie bewusst im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auf die oben genannten Verkehrsmittel.

 

Ein Auto stößt im Schnitt 2800 Kilogramm CO2 pro Jahr aus, das ist enorm viel. Diese knapp drei Tonnen sind jedoch immer noch kein Vergleich zum Spitzenplatz der CO2-Sünder: Das Flugzeug: Für einen Langstreckenflug nach New York oder Moskau werden dabei pro Passagier unglaubliche zwei Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Strecke fällig. Das entspricht vier Tonnen für einen Shopping-Trip zum Black Friday.

 

Es ist damit leicht zu erkennen, dass Fliegen und Autofahren zwei der größten Umweltsünden unserer Zeit sind - mit einem Verzicht darauf tragen Sie viel zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei. Nehmen Sie das Fahrrad, wenn Ihr Arbeitsplatz nur wenige Kilometer entfernt ist - in einer Großstadt geht das oft sogar viel schneller. Damit integrieren Sie ein tägliches Sportprogramm in Ihr Leben, Ihr Körper und Ihr Gewicht werden es Ihnen danken.

  

Die Bahn ist für absehbare Strecken ebenfalls ein guter Ersatz, dabei verbrauchen Sie gerade mal ein Viertel der Emissionen einer eigenen Autofahrt. Reisen Sie auch im Urlaub lieber mit der Bahn als mit dem Auto, aber geben Sie dem eigenen fahrbaren Untersatz immer noch den Vorzug vor dem Langstreckenflug.

 

5. Verwenden Sie umweltschonende Produkte

Das Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit wächst glücklicherweise, die vielen Bio-Läden, Unverpackt-Geschäfte oder Fair-Trade-Produkte sprechen dafür. Im gleichen Atemzug überlegen immer mehr Unternehmen, wie sie ihre Produkte besser und nachhaltiger produzieren können, um mit dem neuen Trend zu gehen.

 

Staatliche Behörden zertifizieren Produkte, die umweltbewusst hergestellt werden und vergeben Siegel nach bestimmten Kriterien. Halten Sie beim täglichen Einkauf nach diesen Kriterien Ausschau und kaufen Sie bevorzugt nachhaltig hergestellte Produkte, die Rücksicht auf Ressourcen und Umwelt nehmen.

 

Beispielsweise wird bei der Herstellung darauf geachtet, dass keine Gifte in die Umwelt gelangen, dass so wenig Wasser wie möglich verbraucht wird oder dass die Verpackungen ohne Plastik auskommen beziehungsweise leicht zu recyceln sind. Produkte, die diese Ansprüche erfüllen, finden sich in immer häufiger in gut sortierten Supermärkten und Drogerien. Beispiele sind ökologisch verantwortungsvolle Waschmittel, biologisch gut verträgliche Putzmittel, Hefte und Bücher aus Altpapier, Lebensmittel in wiederverwertbarer Verpackung und vieles mehr.

 

 Nachhaltig und ökologisch produzierte Kleidung ist ebenfalls ein wichtiges Thema: So können Sie Ihren Kleiderschrank erweitern, ohne der Umwelt Schaden zuzufügen. Fair-Trade-Marken erobern gerade die internationalen Märkte und haben ein entsprechend modernes Sortiment, längst nicht mehr sind nur Braun- und Grüntöne in wenig ansprechendem Design erhältlich. Suchen Sie gezielt nach Kleidung, Schuhen und Accessoires, die aus umweltbewusster Produktion stammen und erkundigen Sie sich nach den Herstellungsbedingungen. Verantwortungsvolle Unternehmen legen den Weg der Ware gerne offen und bieten ihren Kunden Transparenz.

 

6. Haben Sie schon von Ökostrom gehört?

Bild von Free-Photos auf Pixabay
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Jeder, der einen herkömmlichen Stromtarif nutzt, bekommt wahrscheinlich seine Energie aus wenig umweltfreundlichen Quellen wie Kohle oder Atomkraft.

 

Kohle ist heute zwar auf dem Rückmarsch – der Kohleausstieg (Abbau und Verstromung) in 2020 Deutschland ist beschlossen - jedoch exportieren viele Länder außerhalb Mitteleuropas noch Kohlestrom ins Ausland. Möglicherweise beziehen Sie diesen Strom ebenfalls von Ihrem langjährigen Versorger und tragen damit zu einer Verpestung der Luft bei.

  

Machen Sie den Check: Recherchieren Sie online nach der Umweltbilanz Ihres Stromversorgers und werfen Sie einen genauen Blick auf den Vertrag. Dort müsste aufgeführt sein, ob Ihr Strom eine gute Ökobilanz hat; wenn Sie dort nichts finden, rufen Sie beim Versorger direkt an und verlangen Sie eine Auskunft.

 

Ein Wechsel des Anbieters wäre dann der nächste Schritt. So stellen Sie sicher, dass Ihr Haushalt keine schmutzige Energie bezieht, sondern Ökostrom aus sauberen Quellen wie Sonnenlicht, Wasser und Wind. Diese erneuerbaren Energien verbrauchen keine fossilen Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl und sind damit ein Beispiel für Nachhaltigkeit par exellence.

 

Damit können Sie Ihre Waschmaschine, Laptop, Lampen und Kühlschrank mit einem guten Gewissen benutzen und gleichzeitig etwas positives für die Umwelt tun. Dieser Schritt ist mit wenig Aufwand oder persönlichen Einschränkungen verbunden und damit eine super geeignete Maßnahme für den Anfang.

 

7. DIY-Produkte - werden Sie ökologisch kreativ

Bild von Steve Buissinne auf Pixabay
Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Ökologisch hergestellte Produkte zu kaufen ist gut und richtig, für viele Menschen mit einem ausgefüllten Berufsalltag ist das die einzige Möglichkeit, an nachhaltig hergestellte Konsumartikel zu kommen.

 

Falls Sie jedoch Zeit, Interesse und Neugierde übrig haben, können Sie auch einige Dinge des täglichen Bedarfs selbst herstellen - und das aus Materialien, die zum großen Teil in jedem Haushalt vorhanden sind.

  

Die besten Beispiele sind Drogerie- und Kosmetikprodukte. Ob Waschmittel, Shampoo, Peelings, Lippenstift, Deodorant oder Putzmittel - mit den folgenden Beispiel-Anleitungen können Sie ganz ohne Verpackung und energieintensive Herstellung Ihr Repertoire füllen.

 

Recherchieren Sie in entsprechenden Blogs, Zeitschriften oder TV-Sendungen nach weiteren Ersatzprodukten für herkömmliche Artikel des Alltags. Sie werden überrascht sein, welche Fülle an Möglichkeiten es gibt.

 

8. Kaufen Sie weniger Kleidung - es bedeutet eine bessere Umwelt

Bild von Free-Photos auf Pixabay
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Die heutige Welt ist gekennzeichnet durch ein ständiges Mehr - mehr Kleidung, mehr Elektroartikel, mehr Reisen, mehr Eigentum, mehrere Autos. Das schafft ein großes Ungleichgewicht in Bezug auf die Ressourcen und die Energie, die für die Herstellung dieser ganzen Konsumgüter aufgewendet werden müssen.

 

Besonders Kleidung ist ein Problem in den Industriestaaten. Günstige Modeketten bringen beinahe schon im Wochentakt neue Kollektionen auf den Markt und verkaufen diese zu Schleuderpreisen. Dabei ist klar: Eine nachhaltige Produktion, faire Löhne und Umweltbewusstsein können bei diesen Preisen nicht eingehalten werden.

 

Das andere große Problem in Sachen Kleidung ist die Menge, die jeder von uns besitzt. Im Schnitt kauft jeder Deutsche 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr - das macht in fünf Jahren rund 70 Kilogramm Kleidung, das Körpergewicht einer durchschnittlichen Frau. Ihnen ist vermutlich klar, dass 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr gar nicht notwendig sind und eher für das Vergnügen oder als Freizeitbeschäftigung erstanden werden.

  

Daher der Appell: Kaufen Sie weniger. Vor allem Kleidung, denn sie macht den größten Anteil der Neueinkäufe aus, aber lassen Sie auch bei anderen Artikeln Genügsamkeit walten. Ob das neueste Smartphone, ein größerer Fernseher, andere Deko-Artikel für die Wohnung oder Elektrogeräte - vieles von dem, was Sie und andere kaufen, ist nicht wirklich notwendig. Werbung und Wirtschaft suggerieren zwar, dass das so wäre, in Wahrheit jedoch leben Sie auch ohne wöchentliche Neuerwerbungen mehr als gut - und sogar viel bewusster.

 

Reduzieren Sie deswegen willentlich Ihren Konsum und setzen Sie sich ein Maximum an Kleidungsstücken, das Sie im Jahr erwerben möchten. Entsorgen Sie nur nicht mehr tragbare Stücke, wie zum Beispiel löchrige T-Shirts oder zerrissene Jeans. Überlegen Sie sich von jedem Kauf: Brauche ich das? Macht es mich langfristig glücklicher? Würde ich das im nächsten Jahr auch noch nutzen oder tragen?

 

9. Gehen Sie mit Lebensmitteln viel bewusster um

Bild von Free-Photos auf Pixabay
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Ein weiteres großes Problem, das in krassem Kontrast zu Nachhaltigkeit steht, ist die Verschwendung von Lebensmitteln in Industrieländern. Der Wohlstand ist so in Fleisch und Blut übergegangen, dass achtlos Gemüse, Obst, Milchprodukte und andere Lebensmittel mit kleinen Schrammen oder Dellen weggeworfen werden.

 

Auch im eigenen Haushalt müssen sich viele an die eigene Nase fassen: Übriggebliebene Speisen von vor einigen Tagen, vergessene Salatköpfe im untersten Fach des Kühlschranks oder der langsam schimmelnde Brotlaib - viele Nahrungsmittel verderben aufgrund von Vergesslichkeit, Bequemlichkeit oder mangelnder Planung.

 

Machen Sie hier einen entscheidenden Unterschied und beginnen Sie einen achtsamen und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Kaufen Sie dazu nach einem vorher geschriebenen Plan ein, nicht nach Lust und Laune, wenn Sie bereits im Supermarkt oder im Bio-Laden stehen. Hier verliert man schnell den Überblick, kauft unnötige Waren ein und schleppt verderbliche Lebensmittel nachhause, die dann mangels Zeit oder Ideen nicht verwertet werden.

 

Gewinnen Sie außerdem vor dem Einkauf einen Überblick über die Speisen, die Sie noch im Kühlschrank oder der Vorratskammer haben. Gibt es vielleicht Tomaten, die bereits leicht runzelig werden, Gurken, die dringend heute verwertet werden müssten oder Fleisch, das kurz vor dem Ablaufdatum steht? Alle Lebensmittel werden produziert, verarbeitet, transportiert und aufbereitet - das kostet viel Ressourcen und Energie. Verschwenden Sie diese nicht, indem Sie Nahrung achtlos verderben oder verkommen lassen.

  

Auch das Thema der Wertschätzung für Lebensmitteln mit leichtem Makel ist sehr wichtig. Jeden Tag entsorgen Supermärkte hunderte Tonnen an Lebensmitteln, weil diese nicht den gängigen Schönheits-Standards entsprechen oder seid geringer Zeit abgelaufen sind. Milchprodukte können meist auch einige Zeit nach dem MHD noch gegessen werden, Obst und Gemüse schmecken genauso gut, auch wenn ein paar kleine Dellen vorhanden sind.

 

Kaufen Sie bevorzugt solche Waren mit kleinen Schönheitsfehlern und retten Sie diese damit vor der Entsorgung. Oft gibt es beschädigte Ware zu einem Vorzugspreis, damit schonen Sie gleichzeitig noch Ihren Geldbeutel.

 

10. Verabschieden Sie sich von Stromfressern

Bild von Free-Photos auf Pixabay
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Strom aus einer ökologisch nachhaltigen Quelle zu beziehen ist die eine Sache und auf jeden Fall wertvoll für Ihre Energiebilanz. Wenn jedoch dieser sauber bezogene Strom für Vorgänge verwendet wird, die auch viel stromgünstiger funktionieren würden, ist es leider immer noch eine Verschwendung kostbarer Ressourcen.

 

Viele Haushalte in Deutschland haben nicht notwendige elektronische Geräte oder lassen diese aus Bequemlichkeit angeschaltet, auch wenn sie gerade nicht benutzt werden. Das klassische Beispiel sind Fernseher, Computer und Mehrfachsteckdosen, auch Ladekabel für Tablets oder Smartphones bleiben oft in der angeschalteten Steckdose bis zum nächsten Gebrauch stecken.

So geht viel Strom verloren.

 

Schalten Sie deshalb den Fernseher, PC und Laptop aus, anstatt die Geräte im Stand-by-Modus zu belassen. Denn in dieser Einstellung verbrauchen sie weiterhin Energie und verursachen im gleichen Atemzug ein Plus auf der Abrechnung. Schonen Sie also gleichzeitig Ihren eigenen Geldbeutel und die Umwelt - nach einer kleinen Gewöhnungszeit werden Sie einen guten Blick für die potentiellen Stromfresser im Haushalt haben.

 

Auch Trockner, ineffiziente Öfen oder Gadgets wie Bügel-Puppen sind negativ für Ihre Strombilanz, denn sie verbrauchen oft viel Energie. Lassen Sie Ihre Wäsche auf dem Balkon, der Terrasse oder am offenen Fenster trocknen, anstatt die Maschine in Form des Trockners zu verwenden. So vermeiden Sie gleichzeitig, dass die Kleidung eingeht und versehentlich auf Kindergröße schrumpft.

  

Überprüfen Sie auch Ihre elektronischen Geräte wie Kühlschrank, Herd, Ofen, Lampen und Heizung. Vor allem sehr alte Einrichtungen verbrauchen ein Vielfaches von dem, was moderne und energiesparende Produkte benötigen. Die Zertifizierung AAA, AA oder A zeigt für elektronische Geräte die beste Energiebilanz an, haben Sie beim Kauf ein Auge darauf.

 

Fazit

Mit diesen 10 Tipps und Tricks können Sie Ihr Leben, das Ihrer Familie und in Ihrem Unternehmen ein ganzes Stück umweltbewusster gestalten. Sie fördern mit jeder Aktion echte Nachhaltigkeit und nehmen damit Rücksicht auf die Belange der Umwelt und den Hilfeschrei der Natur, der sich in beunruhigenden Phänomenen wie zunehmenden Überschwemmungen, langen Dürren und Artensterben äußert. Setzen Sie die Anleitungen und Anregungen langsam um und gestalten Sie Ihren Alltag und Ihr Konsumverhalten besser und nachhaltiger.

 

Eine Aufforderung kommt zwar am Ende, ist in Sachen Wichtigkeit aber ganz oben mit dabei: "Spread the word".

 

Das bedeutet: Treten Sie mit Ihren Freunden, Bekannten, Mitarbeiter in Ihrem Unternehmern in Kontakt, um auch ihnen die große Bedeutung eines nachhaltigeren Lebens näher zu bringen.

 

Gemeinsam geht vieles schneller und leichter - machen Sie den ersten Schritt!

  

Ich freue mich auf Ihr Feedback!

 

Wenn Sie irgendwelche Fragen oder Anregungen zu diesem Thema haben,  dann schreiben Sie mir einfach unter:

 

 

office@smartehs.de

Kommentar schreiben

Kommentare: 0